
Eppstein Barr Virus und Andre "opportunistische Infektionen " -die vor allem bei Immundefekt Patienten und Long Covid Patienten zu langwierigen und extremen Fatigue Phasen führen...mein Laienblick
- Mya

- 29. Sept. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Das Eppstein-Barr-Virus (EBV), ein Herpesvirus, infiziert die meisten Menschen, oft unbemerkt oder als Pfeiffersches Drüsenfieber mit extremer Abgeschlagenheit. Während sich viele rasch erholen, kämpfen andere Monate oder Jahre mit anhaltender Erschöpfung.
Was macht EBV im Körper?
Angriff auf Immunzellen: EBV befällt B-Lymphozyten und programmiert sie um, woraufhin das Immunsystem (T-Zellen) versucht, diese zu vernichten. Dieser Abwehrkampf ist extrem energieintensiv und lenkt Ressourcen von anderen Körperfunktionen ab.
Zytokine (Botenstoffe): Immunzellen schütten Zytokine aus, die Entzündungen und Fieber auslösen. Diese Botenstoffe gelangen ins Gehirn, beeinflussen dort Wachheit und Motivation und verursachen das sogenannte „sickness behavior“ – eine körperlich erzwungene Ruhigstellung zur Schonung.
Versteckspiel und Reaktivierung: Nach der Erstinfektion verbleibt EBV lebenslang latent in ruhenden Zellen. Bei Stress oder Immunschwäche kann es unauffällig reaktivieren, was das Immunsystem immer wieder zu energiezehrenden Abwehrmaßnahmen zwingt.
Das hat es mit anderen Herpesviren und zb auch Hämophilus Influenza B gemeinsam.
Warum hält die Müdigkeit an (Chronische Erschöpfung)?
Die besondere EBV-Müdigkeit ist eine körperlich erzwungene Bremsung, die sich durch normalen Schlaf und Ruhe kaum bessern lässt. Die Ursachen für eine chronische Form sind vielschichtig:
Dauer-Alarm des Immunsystems: Bei chronisch Erschöpften bleibt das Immunsystem oft in einem Dauer-Alarmzustand (ständige Zytokinausschüttung) oder kann Reaktivierungen nicht effizient kontrollieren.
Hormon-Dysregulation: Langanhaltende Infektionen bringen die Produktion von Stresshormonen (Cortisol) aus dem Gleichgewicht, was anfangs zu Unruhe, später aber zu tiefer Erschöpfung führen kann. Auch die Funktion der Schilddrüse kann durch Entzündungsbotenstoffe blockiert werden.
Mitochondrien-Schäden: EBV und die Entzündung können die Mitochondrien (die „Kraftwerke“ der Zelle) direkt schädigen. Das Ergebnis ist eine verminderte ATP-Produktion (Energie-Währung), was die bleierne, nicht erholsame Müdigkeit erklärt.
Autoimmunprozesse: EBV kann Autoimmunreaktionen anstoßen, bei denen das Immunsystem körpereigene Strukturen angreift (z. B. Nerven- oder Schilddrüsengewebe). Dies führt zu chronischer Entzündung.
Neuroinflammation: Entzündungsprozesse im Gehirn können Symptome wie „Brain Fog“ (Konzentrationsprobleme), Reizempfindlichkeit und Störungen im Schlaf-Wach-Rhythmus verstärken.
Ob man schnell oder chronisch genesen, hängt vom individuellen Zusammenspiel der Immunantwort, der Erholung von Hormon- und Mitochondriensystem sowie zusätzlichen Faktoren wie Genetik, Stress und Nährstoffdefiziten ab.
Die Forschung zu Covid bringt Erkenntnisse und in meinen Laienblick würde ich sagen, diese Erkenntnisse kann man durchaus auf uns Betroffene mit Immundefekten oder autoimmunen Krankheiten übertragen, was dann unsren Fatigue und die Schwierigkeiten diesen zu eliminieren erklärt.
Nur individuell, jenseits der Evidenz Medizin können hier Lösungen gefunden werden.
Komplementär Medizin kann hier einiges und experimentelle Schulmedizin Ansätze sollten auch nicht gescheut werden.
Mein Fazit!
Werdet der Experte für eure Krankheit.
Scheut nicht valide Komplementär Medizin und experimentelle Ansätze eurer Fachärzte.
Darm, Leber, Gehirn, Nerven und Muskeln sind offenbar immer mitbetroffen und ein systematisches und ganzheitliches Konzept kann also nie schaden....



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