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Schmerzen - und Nun?

  • Autorenbild: Mya
    Mya
  • 2. Okt. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

PEA steht für Palmitoylethanolamid, eine körpereigene Fettsäureamid-Verbindung, die als Reaktion auf Entzündungen oder Schmerzen freigesetzt wird. Es gilt als Teil eines natürlichen Schutzmechanismus des Körpers.

Die wichtigsten Vorteile von PEA, die in der Forschung untersucht und diskutiert werden, sind:


1. Schmerzlindernde Wirkung (Analgetisch)


PEA wird häufig zur Unterstützung bei chronischen Schmerzzuständen eingesetzt, insbesondere bei Schmerzen, die mit Nervenreizungen verbunden sind (neuropathische Schmerzen).

  • Mechanismus: Es interagiert mit dem körpereigenen Endocannabinoid-System und wirkt beruhigend auf überaktive Immunzellen (wie Mastzellen und Gliazellen), die an der Schmerzentstehung und -verstärkung beteiligt sind.

  • Anwendungsgebiete: Es hat sich in Studien bei verschiedenen Arten von chronischen Schmerzen als vielversprechend erwiesen, z. B. bei Rückenschmerzen, Gelenkschmerzen (Arthrose), diabetischer Polyneuropathie oder Fibromyalgie.


2. Entzündungshemmende Wirkung (Antiphlogistisch)


PEA hilft dabei, überschießende Entzündungsreaktionen zu dämpfen und damit die Balance im Körper wiederherzustellen.

  • Mechanismus: Es bindet an bestimmte Zellrezeptoren (insbesondere den PPAR-α-Rezeptor), was die Freisetzung entzündungsfördernder Substanzen reduziert.

  • Vorteil: Durch die Reduzierung chronisch niedriggradiger Entzündungen kann PEA potenziell bei einer Vielzahl von entzündlichen und autoimmunen Zuständen unterstützend wirken.


3. Nervenschützende Wirkung (Neuroprotektiv)


PEA bietet Schutz für Nervenzellen und unterstützt deren Regeneration.

  • Vorteil bei Neuropathie: Es kann helfen, Nervenschäden zu begrenzen, die Nervenfunktion zu stabilisieren und die Regeneration von Nervengewebe anzuregen. Dies ist besonders bei neuropathischen Schmerzen relevant.

  • Forschung bei neurodegenerativen Erkrankungen: Aufgrund seiner entzündungshemmenden und nervenschützenden Eigenschaften wird PEA auch als ergänzende Therapieoption bei neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson erforscht, da hier chronische Entzündungen im Nervensystem eine Rolle spielen.


Weitere potenzielle Vorteile


  • Gute Verträglichkeit: In klinischen Studien zeigte PEA im Allgemeinen eine sehr gute Verträglichkeit und weist keine typischen Nebenwirkungen oder Abhängigkeitspotenziale klassischer Schmerzmittel auf.

  • Unterstützung der Stimmung: Es gibt Hinweise darauf, dass PEA durch seine Wirkung auf das Nervensystem und entzündliche Prozesse im Gehirn auch stabilisierend auf die Stimmung wirken und Stressreaktionen dämpfen könnte.

  • Hautgesundheit: PEA wird auch in der Hautpflege eingesetzt, wo es aufgrund seiner entzündungshemmenden und juckreizlindernden Eigenschaften beruhigend bei gereizter Haut (z. B. bei Neurodermitis oder Psoriasis) wirken soll.

  • Synergistische Effekte: PEA kann die Wirkung von klassischen Schmerzmitteln möglicherweise verstärken, was unter Umständen eine Reduzierung von deren Dosis ermöglichen kann.

Wichtig: PEA gilt als Nahrungsergänzungsmittel oder diätetisches Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke. Obwohl die Forschung vielversprechend ist, sollte die Anwendung von PEA – insbesondere bei chronischen oder schwerwiegenden Erkrankungen – immer in Absprache mit einem Arzt oder Therapeuten erfolgen.

 
 
 

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